“Es sieht halt einfach heiß aus”
Am 09.09. 2009 haben sich tausende das Jawort gegeben. Auch Jelte ist an diesem Tag einen lebenslangen Bund eingegangen. Nicht mit einer Frau, sondern mit einem Tattoo. Seit dem besagten Tag ziert der Schriftzug “Carpe Diem” die Innenseite seines Oberarms. Das Tattoo entspricht seinem Lebensmotto, positiv durch das Leben zu gehen, sagt er. Außerdem ist für Jelte ein Tattoo Körperkunst und dient zur Körperverschönerung und gleichzeitig zur Bestätigung des eigenen und subjektiven Empfinden von Ästhetik. “Es sieht halt einfach heiß aus”, stellt er fest und grinst dabei schlitzohrig.
Körperverschandlung!?
Mitlerweile finden auch Jeltes Eltern, dass sein Tattoo zu ihm passt. Anfangs hatten sie die fast schon obligatorischen Elterneinwände, ein Tattoo sei Körperverschandlung und für die Ewigkeit. Ob er sich das gut überlegt habe, wollten sie wissen. Und das hat er. Heute ist er so zufrieden mit seinem Tattoo, dass er sich schon bald ein neues stechen lassen will.
50/50
Auch sein künftiges Tattoo hat eine besondere Bedeutung für Jelte und soll gleichzeitig als dauerhafter Körperschmuck dienen. Auf die Frage, ob er beiden Aspekten eine Gewichtung geben könne, antwortet er, dass beide Ideen zu jeweils fünfzig Prozent in seine Tätowierung eingehen. Die fünfzig-fünfzig-Mischung aus Bedeutung und körperzierender Funktion ist für Jelte das perfekte Tattoo.
Black Jack und Pin-Ups
Sein nächstes Tattoo-Motiv soll eine “heiße Olle” im Pin-Up-Stil mit Spielkarten in der Hand sein, sagt er mir mit einem Augenzwinkern. Ernsthafter gibt er dann zu, dass diese beiden Dinge, die Frauen und das Glücksspiel, seine größten Schwächen sind. Gemäß seines ganz persönlichen Gusto soll die Frau brünett und natürlich “megascharf” werden. Bleibt ihm nur zu wünschen, dass auch das Tattoo megascharf wird.
No-Go´s
“Chinesische Schriftzeichen gehen gar nicht”, sagt er. Genau so entschieden ist er ein Gegner von Tribals und Arschgeweihen. Ganz besonders gerne mag er auch Tiertatzen als Tattoo-Motiv. Jelte offenbart sich somit als Trend-Hasser und unterstreicht damit noch einmal die Idee der persönlichen Note, die ein Tattoo in seinen Augen haben sollte. Den Vorwurf, der Schriftzug “Carpe Diem” sei ebenfalls gefährdet, eine Modeerscheinung zu werden, tut er achselzuckend ab. Das wäre ihm egal, solange er sich in diesem Motto wiederfindet und es lebt.









