Archiv für Dezember 2009

20
Dez
09

Dieses Tattoo ist so gar nicht “08/15″…

Um zu erfahren, warum man sich ein bestimmtes Tattoo an einer nicht so üblichen Körperstelle tätowieren lässt, habe ich meiner Freundin Mareike aus Dortmund ein paar Fragen zu ihrem ganz persönlichen Körperschmuck gestellt.

Mareike hat sich im Mai 2007 die Zahlenkombination “08/15″ in die Innenseite ihrer Unterlippe stechen lassen. Wenn man das zum ersten Mal hört, denkt sich wahrscheinlich jeder erst einmal: Warum tut man sowas?

Und genau dasselbe habe ich mich und anschließend auch sie gefragt. Mareike hat mir erzählt, dass sie eigentlich gar kein Tattoo haben wollte. Denn ihr Tattoo ist, so wie Mareike mir gesagt hat, eigentlich nur aus einer Idee aus Jux und Dollerei entstanden, die sie mit einer Freundin hatte. Im Nachhinein sagt Mareike allerdings selbst auch, dass das vielleicht ein etwas teurer Spaß gewesen ist. Schließlich hat sie in dem Tattoostudio “damn depp” in Dortmund 40 Euro dafür hinblättern müssen. Mareike hat außerdem noch hinzugefügt, dass sie sich das Motiv an diese Stelle hat tätowieren lassen, weil es dort für niemanden sichtbar ist und weil die Tätowierungen da meistens nicht allzu lang halten… nunja, bei ihr jetzt immerhin schon bald drei Jahre.

Körperlichen Schmerz hat Mareike bei der ganzen Sache eigentlich kaum entfunden. Dieser Aspekt würde sie also nicht davon abhalten, sich noch etwas unter die Haut stechen zu lassen, allerdings hat sie mir verraten, dass sie momentan eher keine gute Idee für ein neues, ausgefallenes Tattoo hat und die Tätowierung in ihrer Unterlippe somit vorerst ihre einzige bleiben wird.

Interessiert hat mich bei dem Gespräch mit meiner Freundin vorallem auch, wie andere Leute in ihrem Umkreis auf die Tätowierung reagiert haben. Ich war überrascht über die Antwort, dass eigentlich alle Reaktionen darauf eher positiv waren, bis auf den Punkt, dass sie dafür stolze 40 Euro bezahlt hat. Im Nachhinein denke ich mir, dass es vielleicht aucht immer darauf ankommt, wer sich so ein Tattoo stechen lässt, denn wenn man Mareike kennt, ist es eigentlich gar nicht mehr so abwegig, dass gerade sie sich “08/15″ hat tätowieren lassen.

Als Letztes wollte ich dann noch gern von Mareike wissen, welche Tattoomotive sie sich niemals stechen lassen würde. Und auf diese Antwort musste ich nicht lange warten. Sterne, Würfel, Comicfiguren, Schriftzeichen aus Sprachen, die sie selbst nicht beherrscht, ihren eigenen Namen und, so wie Mareike es ausgedrückt hat, dieses ganze ” Klischeezeug ” eben. Sie hat noch einige andere Dinge genannt, doch um diesen Artikel nicht bis ins Unendliche zu ziehen, möchte ich es hiermit dabei belassen.

13
Dez
09

“Ich mag Hello Kitty…”

Ich habe mit Annika S. aus Dortmund über ihr Tattoo gesprochen und dabei unter anderen erfahren,dass der Schmerz des Tattoostechens einer Herdplatte gleichkommt.

ut :Hallo Annika,

Als erstes,wollen wir natürlich wissen,ob deine Eltern davon was gewusst haben,dass du dir ein Tattoo stechen lässt ?

Annika : Meine Eltern wussten davon,waren aber überhaupt nicht begeistert davon, da sie Tattos einfach als Verschandung des Körpers sehen und mit dem Motiv nicht einverstanden waren , da es ihrer Meinung nach kitschig ist und ein ein reines Kindermotiv ist.

ut : Wie bist du schlußendlich auf dein doch sehr spezielles Tattoomotiv gekommen ?

Annika : Ich mag “Hello Kitty”, seit ich ein kleines Kind bin, sammel ich viel von der Figur und mag das Motiv seit Jahren sehr gerne.

ut : Also hat das Tattoo letztlich keine tiefgehende Bedeutung für dich ?

Annika : Eine Bedeutung hat es nicht. Es ist eher wie gerade schon gesagt, dass ich das Motiv und die Figur seit meiner Kindheit her kenne und es einfach damit verbinde.

ut : Was waren deine größten Befürchtungen während des Stechen ?

Annika : Befürchtungen waren, dass das Motiv aussieht wie ein Abziehbild und das es nicht sauber gestochen wird. Natürlich hat man auch ein wenig Angst vor dem Schmerz.

ut : Wie würdest du den Schmerz beschreiben ?

Annika : Der Schmerz fängt erst mit einem Kitzeln an, man denkt, jemand geht mit einer Nadel über die Haut und piekst ganz leicht – sticht aber nicht zu. Je länger aber an einer Stelle gestochen wird,desto schmerzhafter wird es und ist vergleichbar mit einem Brennen,als würde man Ausversehen ganz kurz auf eine heiße Herdplatte fasssen.

ut : Wie reagiert deine „Umwelt“ auf dein Tattoo ?

Annika : Die Umwelt reagiert sehr gemischt. Nahezu jeder sagt, er würde sich das niemals stechen lassen. Also eigentlich sagt es jeder. Ungefähr 95 % sagen, es ist sehr schön gestochen, aber es wäre kein Motiv was man sich stechen lassen wollte. Ein paar meiner Freunde mögen “Hello Kitty” und finden es mutig.
Die meisten sagen, es unterstreicht einfach meinen Charakter, und daher ist es ” nicht so schlimm “.
Fremde schauen erst etwas schockiert, sagen dann aber meistens, dass es schön geworden ist und dass ich verrückt sein muss, mir so ewtas stechen zu lassen.

ut : Was würdest du dir auf gar keinen Fall was tätowieren lassen ?

Annika : Ich würde mir niemals den Namen meines Partners tätowieren lassen und auch niemals diese “Mainstream” Motive – zb. ein Stern, Rosen, Delfine etc. .
Stellen die ich niemals tattoowieren lassen würde sind – Brust, Füße, und Hände.

ut : Zum Schluß wollen wir noch wissen ob “Hello Kitty” in naher Zukunft noch Gesellschaft bekommt ?

Annika : Ja,  ich würde mir gerne noch mindenstens drei Tattoos stechen lassen wollen. Im Nacken, an der Leiste und am Fußknöchel.

Wenn ihr jetzt wissen wollt,ob das “Hello Kitty” Tattoo doch eher einen Abzugsbild gleicht oder gelungen ist

Über das Tattoo könnt ihr euch mit diesem Bild nun selber einen Urteil erlauben,ob es doch eher einen befürchteten Abziehbild gleicht oder gelungen ist.




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